Kununurra & Rundflug

Montag, 28., und Dienstag, 29. Mai

Wie bereits früher erzählt, mussten wir an unserem Fahrzeug einen Service ausführen lassen, Zudem hatten wir ja einen Steinschlag in der Windschutzscheibe zu beklagen. So waren wir gezwungen, Montag und Dienstag hier in Kununurra zu verweilen, um diese Arbeiten ausführen zu lassen. Da der Campground aber sehr schön ist und über einen Swimming-Pool verfügt, war das nicht weiter tragisch. Die weitere Planung beeinflusste dies aber sehr wohl. So werden wir wohl auf die Fahrt in den Limmen-Nationalpark verzichten. Aber wir werden sehen…!

Mittwoch, 30. Mai

Heute hiess es früh aufstehen, was aber ohne Probleme von statten ging. Hunderte von heimkehrenden Flughunden machen nämlich jeden Morgen von halb fünf bis halb sieben einen ohrenbetäubenden Lärm. Dazu begrüssen die Kakadus, Krähen und noch viele andere Vögel den Sonnenaufgang. Uns stand ein Flug über das Mitchell-Plateau bevor, hinaus bis an die nordwestliche Küste!

Wir wurden von unserem heutigen Copiloten Vinc auf unserem Campingplatz abgeholt und zum nahen Flugplatz von Kununurra gebracht. Nach einer kurzen Einführung ins heutige Programm bestiegen wir, ein australischer Fluggast, der Pilot und sein Copi die Cessna 210.

Um 7 Uhr hob die Maschine ab und wir waren am Anfang des 7 stündigen Ausflugs (reine Flugzeit: 4 1/2 Std.). Von Kununurra flogen wir nord-westwärts über das Gebiet der nördlichen Kimberleys, das sogenannte Mitchell-Plaeau.

Schon bald überflogen wir die wasserreichen Mitchell Falls.

Nach ein paar Umrundungen flogen wir weiter bis zur nördlichen Küste Australiens, sahen eine Perlenfarm von oben und landeten in Kalumburu, einer Aborigenal-Siedlung und ehemalige Missionsstation. Unter einem riesigen Eukalyptusbaum genossen wir einen frühen Lunch und schon bald starteten wir erneut.

Der Pilot steuerte unser Flugzeug über die Küstenregion des Mitchell Plateaus. So weit das Auge reichte war „nur“ Landschaft zu sehen… keine Strassen oder Wege, keine Siedlungen, einfach nur Natur… gigantisch! Vorbei an den imposanten King George Falls, der vielfarbigen, „ausgefransten“ Küste der Timor-See entlang, via Wyndham und über riesige Sandelholz-Plantagen erreichten wir Mitte Nachmittag wieder Kununurra.

Ein wunderbarer Flug war das!Kununurra 018

Kununurra/Lake Argyle/Ord River

Sonntag, 27. Mai

Heute war ein besonerer Tag! Für einmal liessen wir unseren Camper auf dem Campingplatz zurück. Ein Bus holte uns um 8 Uhr ab und brachte uns zusammen mit noch etlichen anderen Gästen auf dem Landweg gut 70 Kilometer südlich von Kununurra zum riesigen Lake Argyle.

 

Das ist ein Stausee von der Fläche der ganzen Schweiz. Die relativ kleine Staumauer genügt, um diesen gigantischen Süsswasserspeicher zu erhalten. Das Wasser wird zur Bewässerung der Gemüse-, Reis-, Zuckerrohr- und Baumwollfelder benötigt und auch für die Trinkwasserversorgung der Stadt Kununurra.

Ca. 4 Stunden verbrachten wir auf einem modernen Ausflugsboot und schipperten von Bucht zu Bucht, umrundeten Inseln, konnten Vögel, Pelikane, Rock Wallabys und Krokodile beobachten. Beim Mittagshalt genossen wir im 25° warmem Wasser, „zusammen“ mit den geschätzten 30’000 Süsswasser-Krokodilen (die übrigens in den allermeisten Fällen dem Menschen nicht gefährlich werden), ein ausgedehntes Bad. Anschliessend gabs Lunch an Bord und auch schon bald die Rückfahrt zur Staumauer.

 

 

Der Spezialtag war aber noch nicht beendet! Es hiess nun, das Boot zu wechseln. Mit einem Speedboot (es hatte 3 Motoren mit zusammen über 1000 PS) fuhren wir über 55 Kilometer den Ord River hinunter zurück nach Kununurra. Immer wieder zeigte uns der Kapitän Vögel, Pflanzen und spezielle Bäume, Fische, Krokodile und malerische Felsformationen. Zu unserer Überraschung waren wir Passagiere auch noch zu einem Afternoon Tea mit Scones und Marmelade auf einem schönen Uferstreifen geladen.

 

 

Kurz nach Sonnenuntergang lud uns der Schiffsführer genau beI unserem Campingplatz wieder aus. Es war ein absolut herrliches Erlebnis!!

 

 

Halls Creek und Purnululu Nationalpark

Donnerstag, 24. – Samstag, 26. Mai

Die letzten drei Tage verbrachten wir wieder ohne Kontakt zur „Aussenwelt“, ohne  Internet und Telefon.

Am vergangenen Donnerstag reisten wir von Halls Creek ab und fuhren nordwärts zum Purnunulu NP. Wir erreichten den Park über eine üble, 53 Kilometer lange Naturpiste, mit Schlaglöchern, Wellblech-Strecken, über Hügel und durch kleine Schluchten (mit und ohne Wasser)… auch vorbei an Buschbränden. Im späteren Nachmittag besuchten wir im Norden des Parks die 180 Meter tiefe und 1 Kilometer lange Echidna-Schlucht. Wir waren fast sprachlos, so imposant ist dieser Bergeinschnitt. Und in der Nachmittagssonne glühten die roten Felsen förmlich!

 

Gestern dann besuchten wir den Südteil des Purnululu-Parks mit seinen Bungle Bungles. Das sind ganz eigenartig erodierte „Höpfen“. Vor knapp 5 Jahren, als wir die letzte Australienreise unternommem hatten, leisteten wir uns einen Heli-Flug über die Bungles. Nie, aber auch wirklich nie hätten wir gedacht, dass wir in unserem Leben diese seltsamen Berge nochmals sehen würden.

Diesmal wanderten wir zwischen und um die Bungles in breiten Bachbetten oder auf Sandwegen. Wir marschierten bei heissen Temperaturen zum Window in der Piccanninny Gorge und in die Cathedral Gorge… auch wieder eine Schlucht zum Sprachlos weden.

 

 

Gegen 17 Uhr bewunderten wir auf einem nahen Aussichtshügel in der Nähe unseres Campgrounds einen tollen Sonnenuntergang.

 

Heute fuhren wir die etwas mühsame Strecke vom Purnululu NP zurück auf die Hauptstrasse und weiter bis hieher nach Kununurra.

 

Auf Hunderten von Kilometern ungeteerter „Strassen“, über Stock und Stein sind wir gefahren, ohne Schäden – aber dann auf dem breiten, sauberen Great Northern Highway knallte uns ein Stein in die Windschutzscheibe. Nun müssen wir schauen, dass sie in den nächsten Tagen hier in Kununurra ersetzt wird… Zudem ist am Montag noch ein Service am Auto fällig.

Wir warern heute auch kurz im Visitors Center, wir haben da noch so Pläne…

Canning Stock Route

Mittwoch, 9. – Mittwoch, 23. Mai

Es ist so weit!

Zurueck 001
Otto, unser Tourguide

Gestern Abend sind wir nach 14 Tagen abgelegenstem Outback wieder wohlbehalten in die „Zivilisation“ zurückgekehrt. Am vorletzten Mittwoch haben wir den Tourguide Otto und die anderen acht Teilnehmenden der Tour in Wiluna getroffen. Wir waren nebst dem Guide drei Frauen und sechs Männer, die am Abenteuer Canning Stock Route (CSR) teilnahmen. Otto ist Deutscher, lebt aber schon seit 35 Jahren in Australien und hat mit uns zusammen zum 80igsten Mal die CSR befahren. Dementsprechend hatte er uns viel Spannendes zu erzählen und zu erklären.

Das Seltsamste am ganzen Abenteuer war, gestern wieder in die „normale Welt“ zurückzukehren. Plötzlich hatte es wieder Häuser, Teerstrassen, Antennen, andere Autos und allerlei Geräusche und Lärm. Es war schon erstaunlich, wie schnell man sich an ein sehr einfaches Leben gewöhnen konnte… und wie schnell wir uns wieder im Leben mit Srom, Tankstellen, fliessend Wasser, Toiletten, Medien und Einkaufsmöglichkeiten zurückgefunden haben.

Da es viel zu weitführen würde, jeden einzelnen CSR-Tag zu beschreiben, beschränken wir uns auf einzelne Themen.

Die Canning Stock Route

Im Jahr 1901 erhielt Alfred Wernam Canning von der australischen Regierung den Auftrag, einen Rabbit Proof Fence, also einen Zaun gegen Kaninchen, quer durch Australien zu errichten. Es entstand so in ca. 4 Jahren ein 1‘800 km langer Zaun. Dank dem Erfolg mit dieser Arbeit erhielt er einen weiteren Auftrag, nämlich die Planung und Realisierung eines Viehtracks von Halls Creek nach Wiluna, 1‘500 km quer durch die Great Sandy Desert, die Gibson Desert und die Little Sandy Desert. Die Idee war, Rinder von den Kimberleys auf dem Landweg bis nach Wiluna zu bringen, denn dank grossen Goldfunden in dieser Region war der Fleischbedarf riesig!

So errichtete er mit seinen Leuten einen Track mit ursprünglich 54 Wells (Brunnen). Die Brunnen liegen je etwa 30 km auseinander, so dass die Rinder nach spätestens 3 Tagen wieder zu Wasser kamen. Futter hingegen gab es auf den Track genug.

 

Ein Viehtrieb umfasste bis ca. 600 Rinder, allerdings war die Ausfallrate mit bis zu 20% sehr hoch. Pro Tag wurden 10 – 15 km des Weges zurückgelegt, so dass der Trieb um die 5 Monate unterwegs war.

Der Track war nie der wirtschaftliche Erfolg, den man sich erhofft hatte, weshalb er in den 1940er Jahren wieder aufgegeben wurde.

Der heutige Track, der mit 4WD-Fahrzeugen befahren werden kann, folgt nicht genau der ursprünglichen Route und muss witterungsbedingt auch immer wieder angepasst werden. Zur Zeit liegt zwischen Well 23 und 26 dermassen viel Wasser, dass wir einen Umweg von über 300 km fahren mussten und direkt zu Well 33 kamen. Auch sind die Brunnen nicht mehr alle voll Wasser und zerfallen immer weiter. Zum Glück führen aber einige Brunnen noch so viel gutes Wasser, dass es für uns Reisenden reichte, um unsere Tanks wieder aufzufüllen.

Zudem gibt es die Möglichkeit, in Kunawariji, einer Aboriginee-Siedlung bei Well 33, Diesel zu tanken oder sich einmal mit einem echten Glacé zu verwöhnen! An einer weiteren Well lagen Fässer mit Treibstoff bereit, bestellt von unserem Guide, Otto. So war gewährleistet, dass unsere Fahrzeuge immer genügend Diesel im Tank hatten.

 

Konvoi

Jeden Tag fuhr natürlich Otto zuvorderst und wir in unseren sechs Allrad-Campern hinterher. Die Fahrpositionen wurden jeden Tag gewechselt. So war man nur alle sechs Tage das Schlusslicht und hatte das „Vergnügen“, all den Staub der Vorderfahrer zu schlucken (wenn der Abstand zwischen den Autos zu klein war).

Ausgerüstet waren alle Fahrzeuge mit Funk, so dass wir uns jederzeit verständigen konnten. Das war besonders hilfreich, um vor Gefahren zu warnen oder auf etwa Tiere hinzuweisen.

 

Landschaften

Nebst fast unzähligen Dünen bot uns die Landschaft um die CSR auch schier unendliche Ebenen, Buschland, Wälder, ausgetrocknete Salzseen und Berge.

 

Pflanzen

Prägend für die ganze Strecke des gut 2‘000 Kilometer langen Tracks ist das Spinnifexgras, eine brutal stachelige Pflanze. Nebst noch vielen anderen Gräsern (die meisten tragen Stacheln oder Dornen) sieht man Büsche, Sträucher und Eukalyptusbäume. Wir waren übrigens sehr erstaunt, die Wüsten, die wir durchquerten, waren an keiner Stelle nur sandig und kahl. Überall wachsen irgendwelche widerstandsfähigen Pflanzen im meist dunkelroten Sand.

 

Tiere

Klar, hier in den Wüsten Westaustraliens leben viel weniger spektakuläre Tiere als in Afrika. Trotzdem konnten wir einige Kängurus, über 50 frei lebende Kamele, einen grossen Waran, etliche Echsen und viele Vögel sehen, und unendlich viele Fliegen umschwirrten unsere Köpfe, krochen in Nase, Augen und Ohren…

 

Der 16. Mai 2018

Dieser Tag war für mich speziell: Noch nicht oft hatte ich meinen Geburtstag nicht zu Hause gefeiert. Aber sooo weit weg?!? Nun, er war speziell!

Am Abend wurde wie jeden Tag ein riesiges Lagerfeuer entfacht. Otto buk zusammen mit Alex in dessen Glut mir zu Ehren einen echten australischen Damper, ein Brot aus Mehl, Wasser, ohne Hefe, mit Eiweiss und wenig Salz. Der Teig kam in eine Gusseisenpfanne (was alles in Ottos Auto Platz gefunden hatte!!), und diese legte er in ein Erdloch, über einer Schicht Glut. Dann dauerte es etwa 30 Minuten, ehe auch noch auf den Seiten und über den Deckel Glut gelegt wurde. Das Resultat war ein herrlich duftendes, knuspriges Brot, das wir zusammen mit Erdbeerkonfitüre geniessen durften.

Dann folgte noch eine weitere Überraschung: Otto zauberte aus seinem Kühlschrank 3 Flaschen Champagner hervor, mit entsprechenden Kelchen!

Ein solcher Geburtstag wird man wohl nie vergessen! Danke, Otto und Alex!

 

Dünen

Die Wüsten bestehen aus unendlich grossen, weiten Ebenen, aber doch auch aus vielen Dünen. Diese sind bis ca.40 Meter hoch und mussten mit unseren Fahrzeugen bezwungen werden. Da hatten wir alle fahrtechnisch doch einiges zu lernen. Am Anfang blieb jeder und jede von uns vor der Dünenkuppe im tiefen Sand stecken und musste mühsam wieder retour fahren um erneut einen rasanteren Anlauf hinzulegen. Es ist schon etwas seltsam, im 1. oder 2. Gang loszufahren, das Gaspedal voll durchzutreten und den Motor mit 3 – 4‘000 Umdrehungen hochzujagen! Speziell auch, dass man auf der Kuppe nichts als den Kühler sieht und nicht weiss, ob der Abstieg geradeaus oder nach links oder rechts zu befahren ist. Aber schon bald hatten wir diese Fahrerei „erlickt“ und überwanden die zum Teil komplizierten Dünenfahrten problemlos. Das gab einige spektakuläre Aufnahmen!

 

Einen markanten Nachteil hatten die Dünenfahrten. Der Track war zum Teil so ausgefahren und holprig, dass die Schubladen in unseren Campern heraussprangen, die Vorräte durcheinander geschüttelt wurden, Geschirr in Brüche ging und Besteckteile aus den Fächern sprangen und auf nimmer Wiedersehen hinter dem Kühlschrank verschwand.

Pannen

Ja, Pannen gab‘s auch! Der Guide versank im Matsch am Ufer eines Salzsees, es waren zwei Plattfüsse und eine verbogene Felge zu beklagen und bei einem Fahrzeug ging die Radaufhängung beinahe kaputt. Zum Glück waren zwei Tourteilnehmer vom Auto-Fach! Ah ja, und bei zwei Campern mussten wir die Auszugsküchen zukleben… die Halterungen waren ausgerissen. Werni und ich hatten sehr grosses Glück mit unserem Fahrzeug (bisher… Holz anfassen!). Wir haben nur ein paar Nieten und Schrauben verloren und die Campingstühle segneten das Zeitliche.

 

Wasser

Irgendwann ist der Wassertank im Fahrzeug lehr. Da waren wir sehr froh, ab und zu an einer Well einigermassen gutes Wasser aus der Tiefe pumpen zu können. In 14 Tagen gab‘s sogar zweimal etwas Wasser für eine Freiluftdusche oder eine Katzenwäsche.

 

Hygiene

Tja, das war am Anfang vor allem für uns Frauen etwas gewöhnungsbedürftig. War ein Geschäft zu erledigen, hiess das Schaufel, Feuerzeug und Papier hinter einen Busch oder hohe Grasbüschel mitnehmen, Geschäft erledigen, mit Sand zuschaufeln und Papier verbrennen. Dabei war es meistens sehr riskant, dass nicht grad ein Buschfeuer entstand. So ergab sich bald das geflügelte Wort: „Ich geh‘ dann mal schaufeln!“.

Benzin

Einmal warteten drei Fässer Diesel auf uns. Die hatte unser Otto vor der Reise in die Wüste beordert. Das zweite Mal konnten wir in einem Aborigenie-Dorf Diesel tanken.

 

Sonnenauf- und Sonnenuntergänge

Bis auf einen Abend (da hatte es etwas Bewölkung) konnten wir jeden Tag wunderschöne Sonnenauf- und Untergänge und den Sternenhimmel bestaunen!

 

Unterwegs in der Wüste

Wie kann man in der Wüste unterwegs sein? Mit Autos, Schubkarren oder Motorrad (was nicht immer gut herauskommt), mit Allradfahrzeugen oder zu Fuss mit Dromedaren – jedes Verkehrsmittel ist anzutreffen! Oft allerdings nur die Wracks solcher Versuche…

 

Lagerfeuer

Jeden Abend hiess es Holz sammeln, was nie schwierig war… es lag immer genügend staubtrockenes Holz herum. An den allabendlichen Lagerfeuern grillierten wir unsere Abendessen, hörten von Otto vorgetragene Aborigenee-Gschichten oder sassen einfach plaudernd da, bis wir müde vom Tag unter unsere Decken krochen. Es ist kaum zu glauben, aber wir erlebten sehr kalte Nächte. Da halfen auch die Socken und der Fasi im Bett kaum mehr.

 

Sandsturm

Gestern erlebten wir einen kleinen Sandsturm. Langsam verschwamm die Umgebung, die Sicht wurde schlecht und der aufgewirbelte Sand kroch in jede Ritze des Autos und bei uns Menschen knirschte es zwischen den Zähnen.

 

Buschbrand

Wir fuhren durch sehr viele abgebrannt Gebiete. Die einen Feuer entstanden durch Blitzeinschläge, andere aber entfachen die Leute selber. Das Abbrennen wird teilweise sogar von der Regierung verordnet. Man will nicht, dass das Gras und die Büsche zu hoch werden. Solche „gelegten“ Brände zerstören meistens die höheren Bäume nicht… ausser das Feuer gerät ausser Kontrolle, was auch hie und da geschieht.

 

 

Jetzt ist es bei uns später Nachmittag. Auch ohne CSR sind wir recht müde. Wir haben unseren Camper fast tipptopp vom Staub befreit, all unsere Stinkwäsche duftet wieder gut und das Bett ist mit sauberer Bettwäsche bezogen…

Meekatharra

Sonntag, 6. – Dienstag, 8. Mai

Am vergangenen Sonntag machten wir zu Fuss eine Erkundungstour durch den kleinen Ort Meekatharra (ca. 800 Einwohner). Eigentlich wollten wir herausfinden, ob in diesem Ort ein Coiffeur zu finden wäre. Unsere Haare waren in den letzten Wochen stark gewachsen und mit unseren „Pelzen“ möchten wir nicht ins Outback fahren (wenig Wasser, um Haare zu waschen). Im geöffneten Souvenir- und Trödelladen fragten wir nach einem möglichen Haareschneider. Die total überraschende Antwort der Inhaberin: „Nein, hier gibt es schon lange keinen solchen mehr, wir Einheimischen helfen einander in allen Situationen… aber ich würde Ihnen Ihre Haare schneiden“. Vor ihrem Laden, auf dem Trottoir, fiel dann in Rekordzeit unsere Haarpracht. Der Unisex-Schnitt hätte uns grad berechtigt, in die Army einzutreten!

 

Gestern Montag und heute verbrachten wir viel Zeit mit dem endgültigen Menüplan für die nächsten 14 Tage, um die genaue Einkaufsliste zu erstellen. Eine spezielle Herausforderung war anschliessend noch, all die Lebensmittel und das viele Wasser im Camper einigermassen intelligent zu verstauen. Aber wir haben es schliesslich geschafft… wir sind bereit für die Canning Stock Route und sehr gespannt, was uns alles erwartet!

 

Wir melden uns also hiemit bis sicher am 23. oder eher 24. Mai ab. In dieser Zeit werden wir KEINE Internet- und KEINE Telefonverbindung haben! Es gilt: NO NEWS IS GOOD NEWS!

Die Canning Stock Route – wir starten in Wiluna und Halls Creek ist das Ziel:canning-stock-route-expedition-2014.363222919_std

Newman-Meekatharra

Samstag, 5. Mai

Beim Ortsende von Newman fällt einem schon von weitem ein Riesenvehikel auf. Weil in diesem Teil Australiens, der Pilbara-Region, sehr viele verschiedene Erze vorkommen (u. a. das grösste Eisenerzvorkommen der Welt, Plutonium, Lithium, Tantal, Gold) machen einzelne Firmen auch Reklame für sich und ihre Minen. So stellt eine Gesellschaft (BHP Billiton) an prominenter Stelle einen Riesen-Dumper aus. Damit die Besucher auch einen guten Eindruck von der Grösse dieses Riesenlastwagens erhalten, stellte sie extra eine Besucherrampe auf. Werni ist ja eigentlich sehr gross. Neben dieser Gewaltsmaschine nimmt er sich aber fast winzig aus 😂

Dieser Caterpiller (Baujahr 2009) hat eine Ladekapazität von 345 t Erz, wobei der Eisengehalt bei ca. 50 – 68% liegt. Der Durchmesser der Räder ist 4 m, und jeder Reifen alleine wiegt über 5 Tonnen…!

Die 420 Kilometer von Newman hierher nach Meekatharra konnten wir glücklicherweise auch wieder unfallfrei und ohne Panne bewältigen.